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Montag, 27. Februar 2012

Ashes - Brennendes Herz [Rezension]

Ashes
Brennendes Herz

von Ilsa J. Bick
  Originaltitel: Ashes
Verlag: Egmont INK
Seitenzahl: 502
Preis als Hardcover: 19,99 €
Preis als Taschenbuch: -/-
Preis als Kindle Edition: 18,99 €

Klappentext

Wie weit würdest du gehen, um deine Liebe zu retten?

Er blickte zu ihr hinab. Zarte, makellose Schneekristalle legten sich auf sein Haar. "Meinst du das ernst?" Sie waren einander so nahe, dass sie das Pulsieren seiner Halsschlagader sah. "Ja", antwortete sie, "das meine ich ernst." "Dann möchte ich, dass du mir etwas versprichst", sagte er. Alex' Herz begann laut und heftig zu pochen "Was?" "Falls ich mich verändere", begann Tom, "versprich mir, dass du mich umbringst."

Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrücktspielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Das einzige, worauf sie noch zählenkann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden.

Rezension


Bevor die eigentliche Rezension beginnt, muss ich etwas weiter ausholen.
Seit "Die Tribute von Panem" hatte ich kein Buch mehr gelesen, dass mich einfach restlos begeistert, gefesselt und berührt hat. Das finde ich sehr schade. Darum bin ich jetzt umso froher, dass ich jetzt wieder ein solches Buch gefunden habe: Ashes - Brennendes Herz von Ilsa J. Bick.
Mit Abstand das beste Buch, dass ich dieses Jahr lesen durfte (was bei meiner aktuellen Leseflaute eigentlich nicht verwunderlich ist)

Gleich zu Beginn: Ashes hat mich einfach nur geflasht. Nein, es hat mich weggebombt! Ein Buch muss meinen Nerv treffen, um mich restlos zu fesseln und Ashes hat ihn nicht nur getroffen, es hat ihn förmlich zerfetzt! So etwas ist mir zuletzt nur bei "Die Tribute von Panem" passiert! ;D

Aber nun zum eigentlichen Buch und somit zur Rezension ...

Ashes hat eine recht einfache und fast schon alltägliche Idee, von der postapokalyptischen Welt nach einer Katastrophe. Was die Katastrophe denn nun genau war, bleibt im Endeffekt unbekannt, auch wenn sehr viel darüber spekuliert wird, und das auch glaubhaft und realistisch. Allerdings stört dies überhaupt nicht. Wir sind genauso Ahnungslos wie Alex und co und fiebern mit ihnen mit, als wären wir selbst dabei.

Die Idee weißt, trotz des recht stereotypischen Ansatzes, neue und spannende Ideen auf. Vor allem die Zombies haben etwas mysteriöses und gruseliges ansich, das mir wahrlich Gänsehaut beschert hat ;)

Die Charaktere sind so ziemlich das glaubhafteste und realistischste, was mir in den letzten Jahren untergekommen ist. Jeder hier hat sein Päckchen zu tragen und jeder hier macht seinen Job gut, ohne jemals naiv, unglaubwürdig oder gar gezwungen rüberzukommen.
Alex findet man von Anfang an sympathisch, auch wenn sich so mancher Leser wohl nicht eins zu eins mit ihr identifizieren kann.
Tom ist auf seine ganz eigene Art faszinierend und ich habe ich seit seinem ersten Satz ins Herz geschlossen, genau wie Ellie ;D
Ellies Rolle finde ich einfach nur perfekt. Sie ist ein Kind und bleibt auch ein Kind, mit all seinen Schwächen und Ängsten.
Allerdings erlebt die Geschichte zur Mitte hin eine dramatische Wendung, die neue Charaktere ins Spiel bringt. Diese sind zwar auch gut, reichen bei weitem nicht an das ursprüngliche Trio heran und wirken irgendwie deplatziert.


Auch muss ich hier die sich anbahnende Dreiecksgeschichte erwähnen, die in meinen Augen einfach nur unnötig und stereotypisch ist. Es ist doch von vorneherein klar, dass Alex sich schlussendlich für Tom entscheiden wird und nicht für Chris, sollte Tom je wieder auftauchen (wenn das nicht der Fall sein wird, wäre das für mich ein Verbrechen!)
Allerdings tut dieser Charakterwechsel der Spannung des Buches keinen Abbruch, im Gegenteil! Ich persönlich habe die zweite Hälfte sogar fast als spannender empfunden, als die Erste. Allerdings ist diese ganze Sache mit der 'Sekte' dann doch etwas ausufernd und ich hoffe, dass diese im zweiten Band ordentlich ihr Fett wegkriegt ;D

Das Buch baut kontinuierlich Spannung auf. Jeder Satz passt, jeder Satz trägt zum Allgemeinbild bei und kein Satz wird deplatziert, unnötig oder gar langatmig. Die gut 500 Seiten haben sich angefühlt wie 200!
Ashes ist zur (fast) jeder Sekunde absolut glaubwürdig und realistisch.
Es geht hier um das blanke Überleben und nicht um irgendwelche, an den Haaren herbeigezogenen Konflikte und aufgesetzte Liebesbeziehungen.
Ashes schafft das, was nur noch wenige Bücher dieses Genres schaffen: Einen Leser von der ersten bis zur letzten Seite an das Buch zu fesseln.
Außerdem schafft es Ashes vollkommen undezent, den Leser nach der Fortsetzung betteln zu lassen ... Einen solchen Cliffhanger hatte ich schon lange nicht mehr!

Ashes ist eines der spannendsten und realistischsten Bücher, die ich lesen durfte. Die Charaktere sind einfach nur perfekt und in jedem Augenblick absolut glaubwürdig. Die aufkeimende Liebe zwischen Alex und Tom wäre genau richtig gewesen, wenn sie nicht zur Dreiecksbeziehung mit Chris ausgeartet wäre.
Ashes: Packend, Realistisch, Mysteriös und gleichzeitig auf seine ganz eigene Art wunderschön. Eine absolute Lese-, Kauf- und Suchtempfehlung für Lese- und Nichtleseratten!

Wertung:
Story: 4,5/5
Charaktere: 4,5/5
Sprache/Schreibstil: 4,5/5
Emotional: 5/5
Endwertung: 4,625

 Altersempfehlung: 17+



by Lenchen