Starters
von Lissa Price

Originaltitel: Starters
Verlag: IVI
Seitenzahl: 400
Preis als Hardcover: 15,99 €
Preis als Taschenbuch: -/-
Preis als Kindle Edition: 11,99 €
von Lissa Price

Originaltitel: Starters
Verlag: IVI
Seitenzahl: 400
Preis als Hardcover: 15,99 €
Preis als Taschenbuch: -/-
Preis als Kindle Edition: 11,99 €
Über die Autorin
Lissa Price ist Drehbuchautorin und lebt nach mehreren Aufenthalten in Japan und Indien heute in Kalifornien. Ihr Roman "Starters" ist das höchstgehandelte Debüt der letzten Jahre. Momentan arbeitet Lissa Price am zweiten Band unter dem Titel "Enders".
Klappentext
Die 16-jährige Callie verliert ihre Eltern, als eine unheimliche Infektion alle tötet, die nicht schnell genug geimpft werden - nur sehr junge und sehr alte Menschen überleben. Während die Alten ihren Reichtum mehren, verfallen die Jungen der Armut. Hoffnung verspricht die Body Bank, ein mysteriöses Institut, in dem Jugendliche gegen Geld ihre Körper verleihen können. Das Bewusstsein des alten Menschen übernimmt den jungen Körper für eine Zeit, um wieder jung zu sein. Doch bei Callie geht es schief: Sie erwacht, bevor sie erwachen darf - in einem Leben, das ihr völlig unbekannt ist. Anstelle ihrer reichen Mieterin bewohnt sie eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Bald aber findet sie heraus, dass ihr Körper zu einem geheimen Zweck gemietet wurde - um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss ...
Rezension
Aber auch die restlichen Nebencharaktere konnten mich nicht überzeugen. Weder Tyler, Michael, Madison oder Sara haben bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Alles blasse Stereotypen, die wirken, als wären sie nur dazu da, Callie besser aussehen zu lassen. Einzig Helena konnte bei mir gelegentlich so etwas wie Anteilnahme hervorrufen.
Was den Old Man angeht ... Er ist der durchtriebene, abgrundtiefböse Antagonist von Callie. Anders wird er nicht dargestellt. Auch sein "Draht" zu Callie ist einfach nur lächerlich und an den Haaren herbeigezogen. Callie ist ein einfaches, Durchschnittsmädchen, das zur falschen Zeit am falschen Ort war, kein talentiertes, wichtiges Wunderkind, das man auf seine Seite ziehen muss ...
Wie gesagt, einfach stereotypisch ...
Lissa Price hat einen wirklich schönen Schreibstil, der durchgehend Spannung aufbaut und die Seiten dahinfliegen lässt. Jedoch wird dies auf Dauer etwas anstrengend. Es gibt keine Verschnaufspausen, Callie wird von einem Ort zum nächsten gehetzt. Auch fehlt hier und da gewisse Details, die die Geschichte und die Charaktere liebenswerter gemacht hätten.
Starters ist ein durchschnittliches Buch, das im Meer der erscheinenden Dystopien völlig untergeht, nicht hervorsticht oder gar einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Die plottechnischen Ansätze sind durchaus gelungen und interessant, jedoch schlittert die Geschichte kontinuierlich auf einer absurden, nicht glaubhaften Schiene zum Ende entgegen, bei dem ich persönlich nur den Kopf schütteln konnte. Auch die Charaktere sind durchweg blass, stereotypisch und bringen so gar nichts neues ins Genre. Schade, da die Ansätze wirklich Potential hatten ...
Leser, die noch nicht viele Dystopien gelesen haben, können mit diesem Buch durchaus ihre Freude haben, wer jedoch mehr erwartet, könnte doch entäuscht werden.
Wertung:
Story: 2,5/5
Charaktere: 1,5/5
Sprache/Schreibstil: 3,5/5
Emotional: 1,5/5
Endwertung: 2,25
Altersempfehlung: 12+
Die 16-jährige Callie verliert ihre Eltern, als eine unheimliche Infektion alle tötet, die nicht schnell genug geimpft werden - nur sehr junge und sehr alte Menschen überleben. Während die Alten ihren Reichtum mehren, verfallen die Jungen der Armut. Hoffnung verspricht die Body Bank, ein mysteriöses Institut, in dem Jugendliche gegen Geld ihre Körper verleihen können. Das Bewusstsein des alten Menschen übernimmt den jungen Körper für eine Zeit, um wieder jung zu sein. Doch bei Callie geht es schief: Sie erwacht, bevor sie erwachen darf - in einem Leben, das ihr völlig unbekannt ist. Anstelle ihrer reichen Mieterin bewohnt sie eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Bald aber findet sie heraus, dass ihr Körper zu einem geheimen Zweck gemietet wurde - um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss ...
Rezension
Starters ist (mal wieder) ein recht kläglicher Versuch, eine 0815-Durchschnittsdystopie, als totales Highlight zu verkaufen.
'Ihr Roman "Starters" ist das höchstgehandelte Debüt der letzten Jahre', so wird Starters beworben. Wird es dieser Erwartung gerecht? In meinen Augen nicht.
Die Story hat einige gute Ansätze und die Autorin weiß, wie sie diese ausbauen kann. Anfangs noch faszinierend und vielversprechend, hetzt die Geschichte von einem Höhepunkt zum nächsten, um letztendlich in einen absurden und gezwungenen Schluss überzugehen.
Außerdem weißt die Geschichte doch einige Lücken auf, die ich mir nicht so recht zu erklären weiß. Zukunft. Menschen werden über 200 Jahre alt. Aber die ganze mittlere Altersschicht stirbt an einem Sporenkrieg, den aber die meisten Kinder und Senioren überleben. Haben Kinder und ältere Menschen nicht ein leicht schwächeres Immunsystem als Menschen im 'normalen' Alter? Eigentlich ja schon ... Außerdem ist die Medizinwissenschaft auf einem wahren Hightech-Stand, der es erlaubt, ganze menschliche Bewusstseine in andere Körper zu transferieren, aber sie schaffen es nicht, genügend Impfstoff herzustellen oder Lungenkrankheiten, wie von Callies Bruder Tyler zu heilen?
Eben diese ganzen Fakten werden gedreht und gewendet, wie es der Autorin gerade in den Kram passt, jedenfalls kommt es mir stellenweise so vor ...
Womit ich zum zweiten Punkt komme, den Charakteren.
Hier passt die Aussage: 'Große Klappe - Nichts dahinter'. Im groben sind die Charaktere alle samt gut entworfen worden und haben durchaus sympathische Ansätze. Aber das verfliegt, wenn man anfängt, etwas mehr Tiefgang und Persönlichkeit von den einzelnen Personen zu erwarten.
Callie ist die typische, halbstarke Protagonistin, die in jedes Schlamassel förmlich hineingeschubst wird, und sich dann nur wieder mit Hilfe von Außen daraus befreien kann. Ich persönlich hätte mir von Callie etwas mehr 'Biss' gewünscht.
Zu Blake kann ich eigentlich nur wenig sagen: Lächerlich. Durchsichtig. Naiv und einfach nur dümmlich, anders kann ich es nicht sagen. Leute, die das Buch bereits gelesen haben, wissen, dass sich seine Rolle um 180 Grad wenden wird, aber dennoch schafft er es am Ende nicht, dieses Image auszubügeln. Er ist und bleibt einfach der dümmliche Jüngling (seine 16/17 Jahre kaufe ich ihm nicht ab!), der eine total deplatzierte Schwärmerei für Callie hegt. Diese wird natürlich (aus mir völlig unbegreiflichen Gründen) zweifelsfrei erwidert ...
So stelle ich mir eine romantische Liebesbeziehung nicht vor :/
'Ihr Roman "Starters" ist das höchstgehandelte Debüt der letzten Jahre', so wird Starters beworben. Wird es dieser Erwartung gerecht? In meinen Augen nicht.
Die Story hat einige gute Ansätze und die Autorin weiß, wie sie diese ausbauen kann. Anfangs noch faszinierend und vielversprechend, hetzt die Geschichte von einem Höhepunkt zum nächsten, um letztendlich in einen absurden und gezwungenen Schluss überzugehen.
Außerdem weißt die Geschichte doch einige Lücken auf, die ich mir nicht so recht zu erklären weiß. Zukunft. Menschen werden über 200 Jahre alt. Aber die ganze mittlere Altersschicht stirbt an einem Sporenkrieg, den aber die meisten Kinder und Senioren überleben. Haben Kinder und ältere Menschen nicht ein leicht schwächeres Immunsystem als Menschen im 'normalen' Alter? Eigentlich ja schon ... Außerdem ist die Medizinwissenschaft auf einem wahren Hightech-Stand, der es erlaubt, ganze menschliche Bewusstseine in andere Körper zu transferieren, aber sie schaffen es nicht, genügend Impfstoff herzustellen oder Lungenkrankheiten, wie von Callies Bruder Tyler zu heilen?
Eben diese ganzen Fakten werden gedreht und gewendet, wie es der Autorin gerade in den Kram passt, jedenfalls kommt es mir stellenweise so vor ...
Womit ich zum zweiten Punkt komme, den Charakteren.
Hier passt die Aussage: 'Große Klappe - Nichts dahinter'. Im groben sind die Charaktere alle samt gut entworfen worden und haben durchaus sympathische Ansätze. Aber das verfliegt, wenn man anfängt, etwas mehr Tiefgang und Persönlichkeit von den einzelnen Personen zu erwarten.
Callie ist die typische, halbstarke Protagonistin, die in jedes Schlamassel förmlich hineingeschubst wird, und sich dann nur wieder mit Hilfe von Außen daraus befreien kann. Ich persönlich hätte mir von Callie etwas mehr 'Biss' gewünscht.
Zu Blake kann ich eigentlich nur wenig sagen: Lächerlich. Durchsichtig. Naiv und einfach nur dümmlich, anders kann ich es nicht sagen. Leute, die das Buch bereits gelesen haben, wissen, dass sich seine Rolle um 180 Grad wenden wird, aber dennoch schafft er es am Ende nicht, dieses Image auszubügeln. Er ist und bleibt einfach der dümmliche Jüngling (seine 16/17 Jahre kaufe ich ihm nicht ab!), der eine total deplatzierte Schwärmerei für Callie hegt. Diese wird natürlich (aus mir völlig unbegreiflichen Gründen) zweifelsfrei erwidert ...
So stelle ich mir eine romantische Liebesbeziehung nicht vor :/
Aber auch die restlichen Nebencharaktere konnten mich nicht überzeugen. Weder Tyler, Michael, Madison oder Sara haben bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Alles blasse Stereotypen, die wirken, als wären sie nur dazu da, Callie besser aussehen zu lassen. Einzig Helena konnte bei mir gelegentlich so etwas wie Anteilnahme hervorrufen.
Was den Old Man angeht ... Er ist der durchtriebene, abgrundtiefböse Antagonist von Callie. Anders wird er nicht dargestellt. Auch sein "Draht" zu Callie ist einfach nur lächerlich und an den Haaren herbeigezogen. Callie ist ein einfaches, Durchschnittsmädchen, das zur falschen Zeit am falschen Ort war, kein talentiertes, wichtiges Wunderkind, das man auf seine Seite ziehen muss ...
Wie gesagt, einfach stereotypisch ...
Lissa Price hat einen wirklich schönen Schreibstil, der durchgehend Spannung aufbaut und die Seiten dahinfliegen lässt. Jedoch wird dies auf Dauer etwas anstrengend. Es gibt keine Verschnaufspausen, Callie wird von einem Ort zum nächsten gehetzt. Auch fehlt hier und da gewisse Details, die die Geschichte und die Charaktere liebenswerter gemacht hätten.
Starters ist ein durchschnittliches Buch, das im Meer der erscheinenden Dystopien völlig untergeht, nicht hervorsticht oder gar einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Die plottechnischen Ansätze sind durchaus gelungen und interessant, jedoch schlittert die Geschichte kontinuierlich auf einer absurden, nicht glaubhaften Schiene zum Ende entgegen, bei dem ich persönlich nur den Kopf schütteln konnte. Auch die Charaktere sind durchweg blass, stereotypisch und bringen so gar nichts neues ins Genre. Schade, da die Ansätze wirklich Potential hatten ...
Leser, die noch nicht viele Dystopien gelesen haben, können mit diesem Buch durchaus ihre Freude haben, wer jedoch mehr erwartet, könnte doch entäuscht werden.
Wertung:
Story: 2,5/5
Charaktere: 1,5/5
Sprache/Schreibstil: 3,5/5
Emotional: 1,5/5
Endwertung: 2,25
Altersempfehlung: 12+


















